Im Nebel



Nebelschwaden ziehn leise heran
Kleiden die Zweige der Bäume in Tau
Verschleiern Konturen, ziehn in ihren Bann
Leuchtende Farben sie verwandeln in Grau

Tief ist der Nebel, geheimnisvoll blau
Tastend bewegen sich Menschen voran
Reich mir die Hand, ich leit dich, vertrau
Du bist mir Halt und ich weiß die Bahn

Im Dunst Hand in Hand wir uns nahen dem Ziel
Durch den Schleier erscheint mir dein Antlitz so fern
Nur der Druck deiner Hand ein vertrautes Gefühl
Noch so trübe der Weg, mit dir geh ich ihn gern

Tief war der Nebel, sein Geheimnis entblößend
Hielten und eng und erfühlten das Ziel
Nie mehr lös deine Hand, so vertraueneinflößend
Wir gaben uns Halt, damit keiner je fiel

Nebelschwaden, sie verwirren die Sinne
Bedecken Vertrautes und doch bringen’s und nah
Fordern auf zu ertasten, zu halten ganz inne
Klare Sicht des Vertrautseins erst im Nebel ich sah

Kostproben

Unveröffentlicht

Designed by In Obscuro