Die Marionette



Sie tanzt im Rampenlicht
Mit sicheren Schritten einher
Leicht wie ein Schmetterling
Graziös gleich dem Tanze der Feen
Schwebt drehnd sich im Reigen
Zu Cellos und Geigen
Vor ihr ein bewundernd Zuschauermeer

Hinter der Bühne
Von oben hernieder
Seidene Fäden
Unsichtbar fein
Sie bestimmt nicht den Tanzschritt
Er gibt ihr den Willen
Sie hat keinen Mund zu sagen Nein

Froh soll sie tanzen’
In endlosem Drehen
Bezaubern der Menge
Gierige Augen
Wer sieht schon den Faden
Wer spürt die Enge?
Ihres Freudentanz’ Leichtigkeit möchte man sehn

Ihre Beine sind müde
Wolln sie nicht mehr tragen
Schwer sinken die Arme
Zum Rasten hernieder
Möcht endlich nun ruhen
Wären da nicht die Fäden
Sie bringend in Stellung, wieder und wieder

Im Zuschauerraume
Ein Raunen des Staunens
Wie ist sie so lieblich
Wie tanzt sie so frei
Ihre Welt ist so glänzend
Ihre Welt scheint so spannend
Von Herzen ich wünschte
Ich so wie sie sei                                              

Kostproben

Unveröffentlicht

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